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Romeo Pipe Freehand

Romeo Domenico, den fast jeder nur Mimmo nennt, wuchs in einer Umgebung auf, in der sich alles um Bruyèreholz drehte. Man könnte sagen, dass ihm dieses Handwerk praktisch in die Wiege gelegt wurde. Verantwortlich dafür war vor allem sein Vater.

Sein Vater Romeo Filippo betrieb eine eigene Bruyèreholz Mühle. Dort wurden sogenannte Ebauchons, oft auch Kanteln genannt, aus dem Holz gesägt. Diese Rohstücke bildeten damals die Grundlage für viele Pfeifenhersteller, denn die Pfeifenindustrie war zu dieser Zeit deutlich größer als heute.

Die Arbeit in einer solchen Mühle war alles andere als ungefährlich. Nach heutigen Maßstäben würde man viele Arbeitsabläufe wohl kaum noch zulassen. Es kam durchaus vor, dass nicht jeder Mitarbeiter alle zehn Finger behielt. Dennoch war die Mühle ein fester Bestandteil des Alltags und genau in diesem Umfeld lernte Mimmo schon früh den Umgang mit Bruyèreholz.

Eine Besonderheit gab es jedoch schon damals: Die Mühle seines Vaters setzte bewusst auf hochwertiges Bruyèreholz statt auf große Mengen. Während andere Betriebe möglichst viel Material produzierten, achtete Romeo Filippo konsequent auf Qualität. Dieser Anspruch sollte später auch Mimmo prägen.

Als Mimmo 18 Jahre alt wurde, trat er ganz selbstverständlich in den Familienbetrieb ein. In einer Zeit, in der viele Bruyèreholz Mühlen rund um Taggia ihre Tore schließen mussten, blieb das Geschäft der Familie stabil. Der Grund lag in einer neuen Entwicklung: Immer mehr Freehand Pfeifenmacher sahen ihre Pfeifen nicht nur als Gebrauchsgegenstand, sondern als handwerkliches Kunstwerk. Für solche Arbeiten braucht man keine großen Mengen Holz, sondern vor allem erstklassige Qualität.

Durch diese Tätigkeit kam Mimmo schließlich mit seinem späteren Lehrmeister Teddy Knudsen in Kontakt. Knudsen gilt als eine der großen dänischen Persönlichkeiten im modernen Pfeifenbau. Bis dahin hatte Mimmo zwar unzählige Stücke Bruyèreholz gesägt, sortiert und sogar selbst in Regionen wie Kalabrien, Korsika und Griechenland eingekauft. Doch eine eigene Pfeife hatte er noch nie gefertigt.

Der Austausch mit Teddy Knudsen änderte vieles. Mimmo begann zu üben, zu experimentieren und immer wieder neue Formen zu entwickeln. Über Jahre hinweg arbeitete er an seiner Technik. Trotzdem waren seine Pfeifen lange Zeit nirgends erhältlich. Sein eigener Anspruch war hoch und er war überzeugt, dass seine Arbeiten noch nicht gut genug seien, um dafür Geld zu verlangen.

Umso überraschender war es, als Mimmo uns 2019 auf der Intertabac ansprach. Er fragte, ob RAUCHR.de sein Händler in Deutschland werden möchte. Für uns war die Antwort schnell klar. Wer seine Pfeifen einmal gesehen hat, erkennt sofort das handwerkliche Können. Hinzu kommt, dass Mimmo durch seine eigene Mühle Zugang zu außergewöhnlich gutem Bruyèreholz hat.

Jede seiner Pfeifen ist ein präzise gefertigtes Rauchinstrument. Gleichzeitig besitzen sie eine Formensprache, die an eine kleine Skulptur erinnert. Das Naturmaterial bestimmt dabei immer das endgültige Design und macht jede Pfeife zu einem Einzelstück.

Da Mimmo weiterhin selbst seine Bruyèreholz Mühle betreibt, beliefert er auch viele bekannte Pfeifenmacher weltweit mit hochwertigem Holz. Dazu gehören unter anderem Tom Eltang sowie CO Pipes, die beide für ihre Freehand Pfeifen bekannt sind.

Wir freuen uns daher über jede einzelne Pfeife, die wir Ihnen bei RAUCHR.de anbieten können. Die Stückzahlen bleiben naturgemäß überschaubar, doch genau das macht den besonderen Reiz dieser Arbeiten aus. Vielleicht entdecken auch Sie dabei die Faszination eines Handwerks, das sich über viele Generationen kaum verändert hat.

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